Sparkassen Zeitung

5 Fragen an

Fünf Fragen an ....

Ausgabe #2/2017 • 8SAM_KEIT

Michael Ostrowski, Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator zu den Themen Erfolg, Geld und Glück im Leben.

  1. WAS WAR IHR ANTRIEB SCHAUSPIELER ZU WERDEN?
    Das kann ich nicht sagen, es kommt vermutlich aus sehr tiefen Sphären, die ich nicht genau analysieren kann und will. Aber es war definitiv nie ein dezidierter Berufswunsch. Es ist ein bissl passiert, weil ich Spaß am Spielen gehabt und mich nie vor einer Bühne gefürchtet hab.
  2. WAS IST FÜR SIE ERFOLG?
    Ich kann mich sehr freuen, wenn ich etwas erschaffe, das ich selber lustig finde oder schräg oder noch nie so dagewesen. Und wenn das andere auch noch gut finden, ist das eine Form von Erfolg.
  3. WIE WICHTIG IST IHNEN GELD?
    Ja, eh. Ich hab schon lieber Geld als keins, ganz ehrlich. Und ich verdiene auch gerne was bei meiner Arbeit. Aber so klischeehaft das klingt: Wahrscheinlich entstehen die schönsten Dinge dann, wenn man nicht an Geld denkt, zum Beispiel Kinder.
  4. WELCHEN BEITRAG LEISTEN SIE FÜR EINE EIN BISSCHEN BESSERE WELT?
    Ich versuche gut mit Menschen umzugehen, kein Arschloch zu sein und Werte zu vertreten, die uns nicht ins Verderben und in die Selbstzerstörung treiben. In meiner Arbeit will ich einen Blick auf die Welt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner bieten, der ein bissl narrisch und auch befreiend ist.
  5. SCHON SEIT EINIGEN FOLGEN SUCHT HERR OSTROWSKI DAS GLÜCK. HABEN SIE SCHON IHR GLÜCK GEFUNDEN? (WENN JA, WO?)
    Ich glaube, dass Glück darin besteht, sich der Welt möglichst weit zu öffnen und sie in sich aufzunehmen, so dass die schönen Dinge von außen nach innen gelangen und dann in uns was auslösen. Gottseidank sind wir ja sehr glücksbegabt. Ich persönlich mag es sehr gerne, auf der Bühne mit dem Publikum in eine Art Komplizenschaft zu treten. Aber auch im Schneideraum zu sitzen und seinen eigenen Film zu editieren ist absolut beglückend.

INFO: Der gebürtige Steirer Michael Ostrowski studierte Englisch und Französisch. 1993 kam er eher zufällig über die experimentelle Grazer Theatergruppe Theater im Bahnhof zur Schauspielerei. Seit 2001 hat er neben dem Theater auch in unzähligen Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Er wurde 2002 mit dem Nestroy-Theaterpreis und 2010 mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet. Sein Regie-Debut „Hotel Rock‘n‘Roll“ ist bereits als DVD oder als „Video on Demand“ erhältlich. 

 

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