Sparkassen Zeitung

Economy

Content is King

Ausgabe #2/2018 • Tradition, Innovation
Markus Nepf

Das von Microsoft-Gründer Bill Gates geäußerte Zitat „Content is King” stammt ursprünglich aus einem Essay von 1996, in dem er die Zukunft des Internets als Marktplatz für Inhalte beschreibt. Doch es ist nach wie vor von höchster Aktualität. Man könnte es im Digitalisierungszeitalter auch auf „Content & Data are Kings“ erweitern. Denn mit relevanten Inhalten und qualitativen Daten kann die Kommunikation zielgerichtet schon ordentlich den Turbo zünden.

Das „Internet of Things“ hat dazu geführt, dass Content auf vielfältige Art in unseren Alltag integriert werden kann. „Bluetooth-Marketing“ ist inzwischen ein geläufiger Begriff. Es bedeutet die Bereitstellung von Informationen für Handys, handyangepassten Inhalten oder Mobile-Advertising via Bluetooth. Auch Geräte-Pairing oder sprachaktivierte Smart-Speaker bieten neue Möglichkeiten, mit den KundInnen vermehrt zu interagieren, wobei der Erfolg auf dem unmittelbaren Nutzen fußt – etwa automatisierten und optimierten Services oder unterhaltender Customer Experience. Bei Apps geht der Trend klar in Richtung Live Content, der etwa perfekt in Social-Media-Apps eingebettet werden kann. Live-Interviews oder andere Live-Übertragungen sind besonders attraktiv und lassen sich auch mit klassischen Videos kombinieren, die komplexe Sachverhalte kurz und anschaulich auf den Punkt bringen. Eine Videominute kann dabei bis zu 1,8 Millionen Wörter ersetzen, haben ForscherInnen in Studien herausgefunden.

VON „BIG DATA“ ZU „SMART DATA“

Dass die Entwicklung des Content Marketings immer stärker von der Nutzung wichtiger Daten abhängig ist, liegt auf der Hand – „Data is King“. Doch die rechtliche Datensicherheit und die zunehmende Komplexität der Nutzungsregeln schaffen große Unsicherheit in der Verwendung von Daten. Deshalb wechseln verschiedene Unternehmen von Big Data zu „Smart Data“, die durch neuerdings deutlich verbesserte Analysetools regeneriert werden können. So können sich etwa Websites in Sekunden an die individuellen Bedürfnisse ihrer UserInnen anpassen und einen wahren Quantensprung im Content Marketing vollziehen.

DENKEN IN THEMEN STATT IN KANÄLEN

Hand in Hand sind auch zwei weitere Phänomene zu bemerken: Durch Digitalisierung, soziale Medien und einen immer schnelleren Informationsfluss verschwimmen die Grenzen zwischen interner und externer Kommunikation zusehends. Dies sollten wir als Chance wahrnehmen und verstärkt in Themen denken statt in Kanälen. Parallel weicht die Top-down-Kommunikation von der Geschäftsleitung an die MitarbeiterInnen immer mehr „Peer-topeer- Inhalten“ innerhalb der Kollegenschaft. Dies steigert das Involvement der Zielgruppen und stärkt das Vertrauen und den Zusammenhalt im Unternehmen – und zeigt uns: Auch „Staff is King“!

Markus Nepf leitet die Stabsstelle Kommunikation des Österreichischen Sparkassenverbandes.

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Was zählt, sind die Menschen