Sparkassen Zeitung

Economy

Viel mehr als nur ein Arbeitsplatz

Ausgabe #3/2020 • RE-START
Helene Tuma

SEIT NOVEMBER 2019 BIETET DIE STARTRAMPE IN DER LINZER TABAKFABRIK NICHT NUR RÄUMLICHKEITEN FÜR START-UPS, SONDERN AUCH EINE PLATTFORM, UM GRÜNDER_INNEN, ERFOLGREICHE UNTERNEHMEN UND DIE SERVICELEISTUNGEN DER SPARKASSE OÖ MITEINANDER ZU VERBINDEN.

„Eine Bank, die #glaubandich als Werbeslogan hat, muss auch in der Start-up-Szene vertreten sein, an dieses Ökosystem anknüpfen und die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer begleiten und auf ihrem Weg in die Selbständigkeit unterstützen. Wir können so möglichst nah an Kunden und Kundinnen sein“, erklärt Johannes Pracher, Leiter der Startrampe, warum sich die Sparkasse OÖ in dieser Szene engagiert. Auf 600 Quadratmetern stellt die Startrampe Arbeitsplätze und Infrastruktur zur Verfügung. Aber nicht nur das, die jungen Gründerinnen und Gründer bekommen hier auch Hilfe und Beratung, etwa bei der Erstellung eines Businessplans, eines Verkaufskonzepts oder bei der Markenpositionierung. Pracher ist Bindeglied zwischen GründerInnen, Start-ups und der Sparkasse OÖ, um langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. „Derzeit begleiten wir sechs Start-ups bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftsmodelle, unterstützen diese beim ‚pivot‘ und bei der Überarbeitung ihres Use Cases“, so Pracher.


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„UNSERE ERWARTUNGEN SIND BEI WEITEM ÜBERTROFFEN WORDEN.
WIR WURDEN GUT AUFGENOMMEN UND SIND MITTLERWEILE RICHTIG
GUT INTEGRIERT.“

Maximilian Pointner,
Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ

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Als die Startrampe ihre Pforten öffnete, rechnete man mit einer längeren Phase, bis man sich im Umfeld der Tabakfabrik und in der Gründerszene etablieren würde. Doch die Bedenken waren unbegründet. „Unsere Erwartungen sind bei Weitem übertroffen worden. Wir sind gut aufgenommen worden und mittlerweile richtig gut integriert. Das Konzept der Startrampe hat hier bislang sicher gefehlt. Wir fühlen uns für die Region verantwortlich, und die GründerInnen zu unterstützen, ihnen Starthilfe zu geben, ist wichtig für die  Entwicklung in der Region“, bekennt Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor der Sparkasse Oberösterreich.

BERATUNGSLEISTUNG ONLINE

Während der Zeit der Corona-Krise waren persönliche Beratung vor Ort und der Austausch der Start-ups untereinander oder mit dem Netzwerk aus etablierten Unternehmen plötzlich nicht mehr möglich. Pracher stellte mit seinem Startrampe-Team die Kommunikation auf Calls und Videokonferenzen um, um so in Kontakt zu bleiben. „Um die Beratungsleistung vor den Vorhang zu holen,hatten wir die Idee, eine Podcast-Reihe zu starten, bei der wir mit Personen über spezielle Themen diskutieren, wie zum Beispiel ‚Wie holt man einen Investor an Bord‘ oder ‚digitale Kundenbindung‘. Wir versuchen in 25 Minuten einen Mehrwert für die Hörerinnen und Hörer zu geben“, so Pracher. Auch erfolgreiche GründerInnen kommen in den Podcasts zu Wort, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Einer von ihnen ist Florian Peterstorfer, der für sein Start-up „Die Imkerei“ auch schon bei der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ auf Investorensuche war – erfolgreich, denn er konnte alle fünf Investorinnen und Investoren für sich gewinnen. „Ich habe mich sehr gefreut, meine Geschichte auch auf dieser Plattform präsentieren zu können und vielleicht dem einen oder andern zu helfen und mein Wissen weiterzugeben“, sagt Peterstorfer: „Ich glaube, diese Hilfsbereitschaft wird in Österreich mehr. Das gefällt mir gut.“

Foto: wimapictures

Foto: wimapictures

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