Sparkassen Zeitung

Werte

RegIonal/sozIal: Engagement als Mehrwert

Ausgabe #3/2016 • Die Zukunft ist jetzt
Armand Feka

Wie sich regionale Banken mit Engagement für das Gemeinwohl unverzichtbar machen, zeigt die Sparkasse Lambach in Oberösterreich.

Es sind Schlagworte wie Digitalisierung, Globalisierung und Automatisierung, mit denen die Gegenwart der Bankenwelt gern beschrieben wird. Das Wirtschaftsleben verlagert sich vom stationären Geschäftslokal ins Internet. KonsumentInnen kaufen von Unternehmen, deren tatsächlicher Firmensitz ihnen verborgen bleibt. Und die Angst, Maschinen könnten den Menschen in gar nicht ferner Zukunft vollständig ersetzen und arbeitslos machen, erlebt ein neues Hoch. Rahmenbedingungen, die für die heimischen Sparkassen scheinbar nicht widriger sein könnten. Scheinbar. Denn wie bei jeder Entwicklung formiert sich auch hier eine Gegenbewegung. Und wie bei jeder Herausforderung gibt es auch bei dieser die Chance, sie zu meistern und gestärkt aus ihr hervorzugehen.

Am Beispiel der Sparkasse Lambach zeigt sich, wie Bankhäusern mit großer Tradition die Transformation zu zukunftsfitten Kreditinstituten gelingen kann. Errichtet 1861, ganz am Beginn des Sparkassen-Gründungsbooms, ist die oberösterreichische Bank mehr als 150 Jahre später mit acht Filialen, einer 60 Angestellte umfassenden Belegschaft und 225 Millionen Euro Bilanzsumme ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor. Die mehr als 14.000 KundInnen genießen die Sicherheit, eine der eigenkapitalstärksten Sparkassen Österreichs an ihrer Seite zu haben. Das vergleichsweise kleine Kreditinstitut beweist in der konsequenten Umsetzung des historischen Gründungsauftrags seine große Stärke. Denn die Förderung des Gemeinwohls ist in Lambach keine Phrase aus vergangenen Tagen, sondern fest in den Geschäftsalltag integriert. Die Mittel und Wege, die dazu genutzt werden, sind vielfältig.

SOZIALBILANZ MIT SATTEM PLUS
Ein bedeutender, aber nicht der einzige Aspekt, der den gesellschaftlichen Mehrwert der Sparkasse Lambach sichtbar macht, ist die jährlich veröffentlichte Sozialbilanz. Für das Jahr 2015 weist sie ein Gesamtergebnis von mehr als 305.000 Euro aus. Das ist ein Plus von 18 Prozent innerhalb von fünf Jahren, in volkswirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen ein deutliches Statement. Der Betrag ist die Summe aller gemeinnützigen Ausgaben in den Bereichen Bildung, Jugend, Soziales, Sicherheit, Infrastruktur, Kultur und Sport. 

Ein bedeutender, aber nicht der einzige Aspekt, der den gesellschaftlichen Mehrwert der Sparkasse Lambach sichtbar macht, ist die jährlich veröffentlichte Sozialbilanz. Für das Jahr 2015 weist sie ein Gesamtergebnis von mehr als 305.000 Euro aus. Das ist ein Plus von 18 Prozent innerhalb von fünf Jahren, in volkswirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen ein deutliches Statement. Der Betrag ist die Summe aller gemeinnützigen Ausgaben in den Bereichen Bildung, Jugend, Soziales, Sicherheit, Infrastruktur, Kultur und Sport. 

GEMEINWOHL GEHÖRT ZUM KERNGESCHÄFT
„Wir verstehen die Förderung des Gemeinwohls nicht als gesondertes Projekt, sondern als wesentlichen Bestandteil unseres Kerngeschäfts“, sagt Vorstandsdirektor Gerhard Pölzl, der mit seinem Kollegen Christian Ohlwerter das Führungsgremium der Sparkasse Lambach bildet. Eines von vielen Beispielen für das Verbinden des Geschäftsalltags mit Engagement für das Gemeinwohl sind Weltspartagsgeschenke, die üblicherweise aus der Region stammen und einen sozialen Zweck unterstützen. Im Vorjahr verteilten die MitarbeiterInnen fair gehandelte Gewürze aus dem örtlichen Weltladen an die KundInnen. Nach dem Motto „Regional & Sozial“ werden Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen wie dem Diakoniewerk initiiert.

So paradox es klingen mag: Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Gründungsidee der Sparkassen erweist sich im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Automatisierung als hochaktuell. Schon mit ihrer Existenz tragen Regionalbanken wie die Sparkasse Lambach heute zum Gemeinwohl ihres Einzugsgebiets bei. Sie sichern Arbeitsplätze vor Ort und fördern die regionale Wirtschaft. Sie leisten einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Abwanderung aus dem ländlichen Raum. Mit ihrem sozialen Engagement sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens in der Region. All das tut der Mitbewerb aus der Ferne nicht. All das sind kostbare Mehrwerte für die Sparkassen-KundInnen. Gemeinsam mit Mut zu technischen Innovationen ist das die beste Basis für den Erfolg der nächsten 150 Jahre. 

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Was zählt, sind die Menschen