Sparkassen Zeitung

Werte

Zeit für Menschlichkeit

Ausgabe #6 Dezember/2020 • FAMILIE
Herta Scheidinger

HINTER UNS LIEGT EIN JAHR VOLLER HERAUSFORDERUNGEN. DIE AUSWIRKUNGEN DER CORONA-KRISE BEGLEITEN UNS SEIT MÄRZ UND BEEINFLUSSEN DIE GESELLSCHAFT UND UNSER HANDELN. DIE ERSTE BANK UND SPARKASSEN ÜBERNEHMEN VERANTWORTUNG UND TRAGEN MIT DIVERSEN GEMEINWOHLPROJEKTEN DAZU BEI, DASS AUF DIE SCHWÄCHSTEN IN UNSERER GESELLSCHAFT NICHT VERGESSEN WIRD.

Das Gebot der Stunde lautet: Solidarität mit den Menschen zeigen, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Kurzarbeit, Homeschooling und Jobverlust – die Corona-Krise hat auch Menschen in Notlagen gebracht, die zuvor noch nie von Armut bedroht waren. Insgesamt sind 1,2 Millionen Menschen in Österreich von Armut betroffen oder armutsgefährdet. 140.000 Menschen in Österreich können jetzt in der kalten Jahreszeit ihre Wohnung nicht angemessen warmhalten.

Erste Bank, Sparkassen und Caritas verbindet eine langjährige Partnerschaft, die seit 1999 besteht. Eine wichtige Komponente des gemeinsamen Engagements ist der Kampf gegen Armut in Österreich. Diese Unterstützung ist gerade in dieser schwierigen Zeit besonders wichtig, um jenen zu helfen, die jetzt um ihre Existenz fürchten. Die Caritas hilft Familien in Not in Mutter-Kind-Häusern und Wohngemeinschaften, in der Sozialberatung mit FamilienhelferInnen, die zu Hause in Krisensituationen beistehen, mit Beratung und Begleitung in Familienzentren sowie finanzieller Unterstützung, wie zum Beispiel Heizkostenzuschüssen. „Das MehrWERT Sponsoringprogramm ist ein sichtbares Bekenntnis unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“, sagt Ruth Goubran, Head of Community Affairs and Sponsoring der Erste Group. „Dieser Mehrwert wird durch unsere Unterstützung und Förderung von Initiativen und Projekten an die Menschen weitergegeben und kommt letzten Endes dem oder der Einzelnen zu Gute.“ Während der ersten Corona-Welle wurde diese Hilfe konkret sicht- und spürbar: 11.151 Menschen erhielten österreichweit Unterstützung der Caritas in den Sozialberatungsstellen. Allein in Wien wurden etwa 9.397 Lebensmittelpakete an Menschen in Not ausgeteilt. Möglich wird die Hilfe der Caritas nur dank der Unterstützung von SpenderInnen, die den Betrieb der Einrichtungen sicherstellt. Die Erste Bank und Sparkassen sind stolz zu ihnen zu gehören.

SOLIDARITÄT UND UNTERSTÜTZUNG BIS ZULETZT

Die Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich garantiert eine gute und würdevolle Versorgung schwererkrankter und sterbender Menschen. Diese Bemühungen werden auch weiterhin von der Österreichischen Sparkassengruppe unterstützt. 172 Hospizteams für Erwachsene und zwölf für Kinderhospizbegleitung in allen Bundesländern mit rund 3.850 ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen sind derzeit für eine menschenwürdige Sterbebegleitung im Einsatz. Seit 2007 kooperieren Sparkassen, Erste Bank und ERSTE Stiftung mit dem Dachverband Hospiz Österreich und unterstützen dieses soziale Projekt. Nun wurde der Kooperationsvertrag um weitere drei Jahre verlängert.

 

Martina Leibovici-Mühlberger
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„DIE GEMEINWOHLIDEE IST SEIT DER ERSTEN SPARKASSENGRÜNDUNG
VOR ÜBER 200 JAHREN FEST IN DER ÖSTERREICHISCHEN SPARKASSENGRUPPE VERANKERT.“

Gerhard Fabisch,
Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes

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Familie Woerle
Foto: Hospizverein Steiermark

„Die Gemeinwohlidee ist seit der ersten Sparkassengründung vor über 200 Jahren fest in der österreichischen Sparkassengruppe verankert. Als Partner der Hospizbewegung und ihrer Prinzipien bekennen wir uns zu diesem gemeinnützigen Pfeiler in unserer Gesellschaft und dem menschlichen Umgang bei der Versorgung und Begleitung von Sterbenden“, verweist Gerhard Fabisch, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes, auf den Gründungsauftrag der Sparkassen.

Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich, betont: „Diese Kooperation ist für uns sehrwichtig, sie macht so viel möglich: Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ausgebildet, weiter geschult und in ihrer Arbeit unterstützt werden. Ihr unbezahlbares Geschenk ist das Da-Sein, das Aushalten und ein Stück Alltag, das sie zu den Schwerkranken und Sterbenden sowie deren Familien und Nahestehenden bringen.“Die Betreuung in der letzten Lebensphase wird auch von zahlreichen MitarbeiterInnen in der Sparkassengruppe persönlich unterstützt. „Wir hoffen, dass es die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – in ihrer oft unsichtbaren Tätigkeit – sowie die Betroffenen besonders in der jetzt durch COVID-19 sehr herausfordernden Situation ermutigt, dass sich die Sparkassen offiziell als Partner der Hospizbewegung zu dieser Herausforderung bekennen und diese mittragen“, so Fabisch und Klasnic.

Sissi Maier (†) und Hospizbegleiterin Irmgard Bauer

 

MOBILE PENSIONSAUSZAHLUNG WÄHREND DER CORONA-KRISE

Wir kommen zu Ihnen, Sparkasse Pöllau
Foto: Sparkasse Pöllau

Um ihre betagten KundInnen zu unterstützen, startete dieSparkasse Pöllau im Frühling ein besonderes Service: Damit sich PensionistInnen keinem Risiko einer Coronavirus-Infektion durch einen Bankbesuch aussetzen müssen, stellten MitarbeiterInnen der Sparkassen in Pöllau und Stubenberg die Pension auf Wunsch persönlich zu. Diese Aktion, die Anfang April startete, wurde sehr gut angenommen und viele PensionistInnen wurden dabei unterstützt, zu Hause zu bleiben, um sich der Ansteckungsgefahr nicht auszusetzen.

Vorstandsdirektor Jürgen Flicker: „Von der Bargeldzustellung profitierten vor allem unsere Kundinnen und Kunden über 65 Jahre. Bestellungen wurden ausschließlich von jenen entgegengenommen, die eine Pension beziehen. Im Zuge der Zustellung wurden auch vollständig ausgefüllte Überweisungen von Kundinnen und Kunden angenommen, die keinen Onlinebanking-Zugang besitzen. Dadurch konnten Menschenansammlungen in der Sparkasse und eine damit verbundene Verbreitung des Corona-Virus vermieden werden.“

Damit sich PensionistInnen keinem Risiko einer Coronavirus-Infektion durch einen Bankbesuch aussetzen müssen, stellten MitarbeiterInnen der Sparkassen in Pöllau die Pensionen zu.

 

ERLEBNISREICHE FERIEN

Kids Outdoor Week
Foto: Sparkasse Imst

Auch im heurigen Sommer bot Imst Tourismus in Zusammenarbeit mit der Alpinschule High-Mountainworks eine Abenteuerwoche für Kinder an. Damit die Kosten für Familien möglichst geringgehalten werden konnten, förderte die Imster Sparkasse dieses tolle Angebot. So ermöglichte die Sparkasse Imst mit ihrem Beitrag zur „Kids Outdoor Week“ heimischen Familien ein kostengünstiges Ferienangebot, das den Kindern die verschiedenen Outdoorsport-Aktivitäten in der Region näherbrachte. Diese reichten vom Klettern im Muttekopfgebiet über Canyoningtouren, Kinderrafting am Inn, den Hochseilgarten in der Area 47 bis hin zu Bike- und Wanderausflügen. Die Förderung der heimischen Jugend ist der Sparkasse Imst ein besonderes Anliegen. „Es ist schön, dass wir einen Beitrag zu dieser erfolgreichen Aktion und damit letztlich auch für Familien aus der Region leisten können“, hebt Thomas Schultes, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Imst, hervor. 

 

Die Sparkasse Imst ermöglichte mit ihrem Beitrag zur „Kids Outdoor Week“
heimischen Familien ein  kostengünstiges Ferienangebot.

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Was zählt, sind die Menschen