Sparkassen Zeitung

Werte

1:1 Mentoring: Kinder und Jugendliche für die Zukunft stärken

Ausgabe #2 Mai/2021 • RESILIENZ
Kai Schubert

JE FRÜHER KINDER UND JUGENDLICHE IM UMGANG MIT UND IN DER BEWÄLTIGUNG VON KRISEN GEFÖRDERT WERDEN, DESTO EHER SIND SIE IN DER LAGE AUS HERAUSFORDERUNGEN ZU LERNEN ANSTATT DARAN ZU VERZWEIFELN. IM 1:1 MENTORING VON BIG BROTHERS BIG SISTERS WERDEN KINDER UND JUGENDLICHE BEGLEITET UND GESTÄRKT. DURCH EINE POSITIVE BEZIEHUNG ZU DEN MENTOR_INNEN WERDEN IHRE RESILIENZ UND IHRE PSYCHISCHE GESUNDHEIT GEFÖRDERT. QUALITÄTEN, DIE DIE JUNGEN MENSCHEN WEIT ÜBER DAS KINDESALTER HINAUS BEGLEITEN.

Die anhaltende Corona-Pandemie ist für uns alle eine so nie dagewesene Ausnahmesituation. Die damit verbundenen Einschränkungen sind nicht nur für Erwachsene, sondern auch und gerade für Kinder und Jugendliche eine große psychische Belastung. Um mit dieser Herausforderung umgehen zu können, benötigen sie Unterstützung, Orientierung und Perspektiven aus der Krise. Doch der richtige Umgang mit krisenhaften Situationen ist nicht angeboren, sondern muss erlernt und gefördert werden. Und damit kann man nicht früh genug anfangen. In positiven und sicheren Beziehungen können Kinder und Jugendliche darin unterstützt werden, diese Stärke in sich selbst zu erkennen. Wenn junge Menschen wissen, was sie gut können, was ihnen guttut und daran glauben, dass sie selbst in der Lage sind ihr Leben in die Hand zu nehmen, werden sie langfristig zu selbstbestimmten und resilienten Erwachsenen.

Das ist das Ziel von Big Brothers Big Sisters Österreich. Um jedem Kind die Chance auf persönliche Entwicklung zu geben, ermöglicht der gemeinnützige Verein Kindern und Jugendlichen in herausfordernden Lebenslagen die Begleitung durch MentorInnen. Das 1:1 Mentoring bietet einen sicheren Rahmen für eine positive Beziehung, die die Basis dafür ist, Neues zu probieren, die eigenen Stärken zu entdecken und neue Perspektiven kennenzulernen. MentorInnen sind ehrenamtliche Erwachsene, die jeweils mit einem Kind oder einem/einer Jugendlichen wöchentlich etwa zwei Stunden Zeit verbringen. Bei den Aktivitäten steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund. So entsteht ganz von selbst eine freundschaftliche Beziehung, in und aus der die Kinder und Jugendlichen lernen.

Und auch die MentorInnen nehmen viel für sich aus der gemeinsamen Zeit mit. Denn auch sie bekommen neue Perspektiven und tauchen in eine oftmals ganz andere Lebenswelt ein. Sowohl die MentorInnen als auch die Familien und Kinder werden vom psychosozialen Team von Big Brothers Big Sisters Österreich sorgfältig ausgewählt, vorbereitet und begleitet.

Gemeinsam mit ihren MentorInnen gehen die jungen Menschen auf die Suche nach ihren Talenten und Potenzialen und werden ermutigt, diese zu verwirklichen. Sie werden dabei von den MentorInnen unterstützt, motiviert und wertgeschätzt. So entwickeln die Kinder und Jugendlichen ein besseres Selbstbewusstsein und können offener auf Neues zugehen. Langfristig unterstützt das die Resilienz von jungen Menschen, die so schnell nichts aus der Bahn wirft.

Familie Woerle
Das 1:1 Mentoring wirkt ganzheitlich. Kinder und Jugendliche
werden als Ganzes gesehen und gefördert.
Der Glaube an sich selbst bildet eine wichtige Grundlage für alle
anderen Bereiche im Leben und die Selbstverwirklichung.

Big Brothers Big Sisters ist ein Kooperationsprojekt der österreichischen Sparkassen-Privatstiftungen und wird derzeit von der ERSTE Stiftung, der Privatstiftung Sparkasse Niederösterreich, der Privatstiftung Sparkasse Pöllau, der Steiermärkischen Sparkasse, der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich und der Privatstiftung Sparkasse Krems unterstützt.

Zahlreiche MitarbeiterInnen der Erste Bank und Sparkassen sind schon als MentorInnen aktiv. In Wien, St. Pölten, Krems, Linz und Graz werden aktuell noch weitere Mentor-
Innen gesucht. Interessierte MitarbeiterInnen können sich über die Time Bank oder direkt bei Big Brothers Big Sisters über die Website www.bigbrothers-bigsisters.at oder per Mail an mentoring@bigbrothers-bigsisters.at melden.

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Was zählt, sind die Menschen