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Economy

„ Wer jetzt innehält und abwartet, verliert wertvolle Zeit “

Ausgabe #5 November/2021 • WERTEWANDEL

MANFRED BARTALSZKY, VORSTAND DER WIENER STÄDTISCHEN UND AUCH VERANTWORTLICH FÜR DIE MARKE s VERSICHERUNG, ÜBER DIE NOTWENDIGKEIT PRIVATER ALTERSVORSORGE, DAS UNTERSCHÄTZTE PFLEGERISIKO UND PRODUKTE, DIE SICH IM ZINSTIEF LOHNEN.

Noch immer stehen wir unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Die Zeiten sind weiterhin unsicher. Ist jetzt der richtige Augenblick, um an Altersvorsorge zu denken?

Manfred Bartalszky: Es ist immer Zeit, um über die Zukunft nachzudenken. Natürlich waren die vergangenen eineinhalb Jahre eine große Herausforderung für uns alle, aber jede Generation hat ihre Herausforderungen zu bewältigen. In Zeiträumen von 75 bis 85 Jahren, also einem durchschnittlichen Menschenleben, gibt es immer wieder Ereignisse, die uns an der Zukunft zweifeln lassen. Aber unseren Optimismus dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Das Leben geht weiter.

Das heißt also, der Routine folgen?

Bartalszky: Soweit es möglich ist, sollte man auch in der neuen Normalität, wie es so schön heißt, die Zukunft aktiv planen. Wer jetzt innehält und abwartet, verliert wertvolle Zeit. So, wie die Karriere oder die Familie Planung benötigen, so muss auch die finanzielle Zukunft geplant werden. Das Thema Vorsorge ist mit einer langen Wanderung vergleichbar: An manchen Stellen geht es steil bergauf und jeder Kilometer ist mühsam. Manche Passagen wiederum sind einfach zu bewältigen. Doch hält man durch, freut man sich umso mehr am Gipfel angekommen zu sein.

Aber warum sollte man viel Energie aufwenden, um für die Pension vorzusorgen? Bisher ist die staatliche Pension trotz aller Schwierigkeiten nicht ins Wanken geraten.

Bartalszky: Eine private Vorsorge ist notwendig, um wesentliche Werte wie die finanzielle Unabhängigkeit im Alter zu erhalten. Wer nicht vorsorgt, wird sich aufgrund der Pensionslücke, also der Differenz zwischen dem letzten Erwerbseinkommen und der Pension, die bereits heute im Schnitt 47 Prozent beträgt, schwertun, seinen Lebensstandard im Alter halten zu können. Das Umlageverfahren hat zwar in den vergangenen Jahrzehnten gut funktioniert, aber die Menschen werden immer älter, und immer weniger junge Erwerbstätige müssen immer mehr Pensionisten erhalten. Und: Seit dem Jahr 2020 schrumpft jener Anteil der Bevölkerung, der das Sozialsystem maßgeblich finanziert.

Wird sich die Pensionslücke weiter vergrößern?

Bartalszky: Davon ist leider auszugehen, denn weitere Pensionsreformen werden in den nächsten Jahren unvermeidlich sein. Aus der aktuellen langfristigen Budgetprognose geht hervor, dass die Ausgaben für die staatliche Pension in den kommenden 14 Jahren stark steigen werden. Betrugen die Ausgaben 2018 noch 13,3 Prozent des BIP, steigt diese Quote bis 2035 auf 15 Prozent an. Hauptgrund für die deutliche Steigerung der Pensionsausgaben bis 2035 ist die Zunahme der Anzahl der Pensionsempfängerinnen und -empfänger. Dies insbesondere aufgrund der geburtenstarken Babyboom-Generation, die langsam ins Pensionsalter kommt.

Was ist aus Ihrer Sicht die Basis jeder Altersvorsorge?

Bartalszky: Das Wichtigste ist: Je früher man mit der Vorsorge beginnt, desto mehr lässt sich selbst mit kleinen Beträgen erreichen. Der Faktor Zeit ist in der Altersvorsorge wichtiger als die Rendite. Aber derzeit sollte man auf jeden Fall auf Produkte setzen, die Wertpapiere enthalten. Nur damit lässt sich auf lange Sicht bei den aktuell niedrigen Zinsen ein vernünftiger Finanzpolster aufbauen.

Welche Produkte sind hier zu empfehlen?

Bartalszky: Die Basis jeder Altersvorsorge ist und bleibt die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. Kein anderes Produkt bietet derartige Steuererleichterungen und eine staatliche Förderung. Daneben gibt es ein breites Spektrum an weiteren Vorsorgemöglichkeiten. Aufgrund der seit mehr als zehn Jahren herrschenden Niedrigzinssituation sind Hybridprodukte wie die s Lebens-Versicherung oder Fondspolizzen wie die s Fonds-Polizze ECO sehr beliebt. Beide Produktgruppen bieten bei Laufzeiten von zehn oder mehr Jahren gute Chancen auf positive Renditen. Und: Im Gegensatz zu einem Direktinvestment in Aktien oder Fonds sind Kurserträge innerhalb einer Fondspolizze steuerfrei.

Manfred Bartalszky
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„NACHHALTIGKEIT IST UNS WICHTIG, UND DIE VORSORGE IST EIN
WESENTLICHER HEBEL, UM DIE UMWELT UND DAS KLIMA ZU SCHÜTZEN
UND FÜR MEHR SOZIALE GERECHTIGKEIT AM GLOBUS ZU SORGEN.“

Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen
und verantwortlich für das Team s Versicherung

Foto: Ian Ehm

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Lässt sich mit Vorsorgeprodukten auch der Nachhaltigkeitsgedanke leben?

Bartalszky: Nachhaltigkeit ist uns wichtig, und die Vorsorge ist ein wesentlicher Hebel, um die Umwelt und das Klima zu schützen und für mehr soziale Gerechtigkeit am Globus zu sorgen. Als führender Lebensversicherer in Österreich bieten wir mit der s Fonds-Polizze ECO ein Produkt, mit dem man die Idee der Nachhaltigkeit aktiv mittragen kann.

Ein Thema, das immer wieder vernachlässigt wird, ist die Pflege im Alter. Ist hier eine private Vorsorge notwendig?

Bartalszky: Klare Antwort – ja! 456.000 Menschen sind in Österreich bereits heute auf Pflegeleistungen angewiesen. Das sind mehr Menschen als das Bundesland Vorarlberg Einwohnerinnen und Einwohner hat. Bis zum Jahr 2050 werden aufgrund der Überalterung der Bevölkerung 750.000 Menschen Pflegeleistungen benötigen. Schon heute sind knapp eine Million Österreicherinnen und Österreicher direkt oder indirekt in die Pflege und Betreuung eines Angehörigen involviert. Und: 80 Prozent werden zu Hause durch Familienmitglieder gepflegt. Mit einer ergänzenden privaten Pflegevorsorge schafft man sich die finanzielle Möglichkeit zu wählen, wie und wo man einmal betreut oder gepflegt werden möchte und entlastet zugleich seine Angehörigen.

Ist es hier mit einer Zusatzvorsorge getan?

Bartalszky: Im Bereich der Pflege braucht es in Österreich tiefgreifende Reformen. Das beginnt bei den Strukturen der Ausbildung und endet bei der Wertschätzung und Bezahlung des Pflegepersonals. Gerade die Pandemie hat die Bedeutung dieser Tätigkeit dramatisch aufgezeigt.

 

DREI VORSORGEPRODUKTE, DIE SICH LOHNEN

s Lebens-Versicherung
Wer seine finanzielle Zukunft ganz individuell und flexibel gestalten möchte, der findet in der s Lebens-Versicherung ein ideales Vorsorgeprodukt. Die Höhe des Ablebensschutzes, die Veranlagung der Prämien, der Einschluss von Zusatzleistungen und die Höhe der garantierten Leistungen können vollkommen individuell zusammengestellt werden. Das Besondere an der s Lebens-Versicherung ist aber der „Ertrags-Retter“. Dieser schichtet Erträge aus der Aktienveranlagung automatisch in den Deckungsstock um und sichert diese dort ab. Dadurch gehen Erträge aus der Aktienveranlagung nicht verloren, sondern erhöhen die Garantieleistungen.

s Fonds-Polizze ECO
Diese Polizze bietet einen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Versicherungsschutz mit einer Veranlagung in nachhaltige Investmentfonds, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet sind. Darüber hinaus ist das Produkt sehr flexibel, unkompliziert übertragbar und damit ein optimales Produkt für die Familienvorsorge. Zudem ist es auch steuerlich attraktiv. Im Gegensatz zu einem Direktinvestment in Aktien oder Fonds fällt bei einer Fondspolizze zwar die 4-prozentige Versicherungssteuer, nicht aber die 27,5-prozentige Kapitalertragsteuer an. Dieses Produkt ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz und bietet die Chance auf einen effektiven Vermögensaufbau in Zeiten niedriger Zinsen.

s Pflegevorsorge
Professionelle Alterspflege kostet viel Geld. Eigenmittel, wie die staatliche und private Pension oder das gesetzliche Pflegegeld, reichen dafür oft nicht aus. Mit der s Pflegevorsorge lässt sich die Lebensqualität im Alter absichern. Die s Pflegevorsorge ist in zwei Varianten, „Komfort“ für Leistungen ab Pflegestufe 1 und „Basis“ für Leistungen ab Pflegestufe 3, erhältlich und kann auch für Angehörige abgeschlossen werden. Kundinnen und Kunden, die eine s Pflegevorsorge abschließen, bietet die s Versicherung, eine Marke der Wiener Städtischen, wertvolle Mehrleistungen wie etwa das s Pflegetelefon. Hier gibt es rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, Soforthilfe für Angehörige und Pflegebedürftige.

 

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