Sparkassen Zeitung

Werte

Zwei Jahrhunderte im Dienst der Kund:innen

Ausgabe # Juli/2022 • FINANZIELLE GESUNDHEIT
Sandra Wobrazek

AM 1. MAI 1822 WURDE SIE VON 18 BREGENZER BÜRGERN, UNTER IHNEN AUCH DER DAMALIGE BREGENZER BÜRGERMEISTER FRANZ XAVER GMEINDER, GEGRÜNDET – DIE SPARKASSE BREGENZ. SIE IST DAS ÄLTESTE HEUTE NOCH BESTEHENDE BANKINSTITUT IN VORARLBERG UND DIE DRITTÄLTESTE SPARKASSE IN ÖSTERREICH. HEUER FEIERT DIE SPARKASSE BREGENZ MIT DEN BEIDEN VORSTÄNDEN GERHARD LUTZ UND JOHANNES HÄMMERLE SOWIE ALLEN MITARBEITER:INNEN UND DER GESAMTEN BEVÖLKERUNG DAS 200. BESTEHEN DES UNTERNEHMENS.

WÜNSCHE VERWIRKLICHEN

„200 Jahre sind eine sehr lange Zeit“, sagt Gerhard Lutz, Vorstand Sparkasse Bregenz. Er betont, dass die jüngere Stadtgeschichte und die Entwicklung der Sparkasse Bregenz untrennbar miteinander verbunden sind. „Wir sind fest verankert in der Region, der Bevölkerung, den Unternehmen sowie den Vereinen. Wir glauben an die Fähigkeiten der Menschen und an ihre Ziele. Und wir unterstützen sie dabei, ihre Wünsche zu verwirklichen. Gerade deswegen lieben wir, was wir machen – und die Möglichkeit, uns dabei stets weiterzuentwickeln. Für uns, für unsere Kundinnen und Kunden und für unsere Partnerinnen und Partner. Das ist genau das, was die Sparkasse Bregenz ausmacht.“

Am Gründungsgedanken, sagt Gerhard Lutz, hat sich nicht viel verändert, ist doch der Grundgedanke, der breiten regionalen Bevölkerung Zugang zu qualitativ hochwertigen Bankdienstleistungen zu ermöglichen, nach wie vor eine der Grundsäulen. „1983 wurde bei uns der erste Bankomat in unserer Filiale Rieden-Vorkloster installiert. Das war vor 39 Jahren ein richtiges Highlight. Im Laufe der Zeit hat sich die Technik komplett geändert. Heute sind Begriffe wie bargeldloses Bezahlen oder digitales Banking gar nicht mehr wegzudenken.“

Stark verändert haben sich auch die Rahmenbedingungen: Die Regulationsflut hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, so der Vorstand, der betont, dass dies auch eine enorme Herausforderung in der täglichen Arbeit, auch mit den Kund:innen, ist.

ZWISCHEN TRADITION UND ZUKUNFT

Der Vorstand ist bereits seit langem in der Bank tätig – der Blick zurück in die Geschichte erfüllt ihn mit Stolz. „Seit 200 Jahren sind wir fixer Bestandteil des Lebens in der Stadt Bregenz und den umliegenden Gemeinden. Und nach so langer Zeit als Unternehmen immer noch aktiv zu sein, spricht für sich. Wirtschaftlich steht die Sparkasse Bregenz top da. Das ist auch der Lohn guter Arbeit. Mein persönliches Highlight ist meine Bestellung zum Vertriebsvorstand per 1. Oktober 2011, nach 18 Jahren Kommerzgeschäft in der Sparkasse Bregenz.“

Doch es ist nicht nur die große Bedeutung für die Stadt und für die Region, die die Sparkasse Bregenz auszeichnet – sie soll für die Mitarbeiter:innen ebenso wie die Kund:innen in die Zukunft geführt werden. Dabei gilt es, den Spagat zu schaffen und Digitales mit Analogem zu verbinden. „Wir wollen den Kundinnen und Kunden alle konventionellen, aber auch digitalen Kanäle bieten, mit uns zu kommunizieren, das heißt sowohl Online- oder Remote-Beratung als auch eine persönliche Beratung in den Filialen – und das in einer hohen Qualität.“ Die Sparkasse sieht sich dabei, so Gerhard Lutz, in der Branche als Technologieführer, auch dank des digitalen Bankings „George“. „Das richtige Mittelmaß zu finden zwischen digital und analog ist in Zukunft unsere Herausforderung.“

REGIONALITÄT ALS STÄRKE

Trotz des ungebrochenen Trends zur Digitalisierung bekennt sich die Sparkasse nach wie vor zu Filialen. Dabei wird bewusst eine hybride Form gelebt – indem viele Dienste online verfügbar sind, aber auch die Kund:innen in die Filiale kommen oder mit den Mitarbeiter:innen über digitale Kanäle in Kontakt treten können. Gerhard Lutz: „Wir setzen ganz klar auf Beratung. Das benötigt Menschen, Orte und eben Filialen. Das ist sicherlich für die Zukunft gesehen ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Banken.“ 

Dabei soll auch weiterhin die Regionalität im Fokus stehen, versteht sich die Sparkasse doch als regionaler Player. Der Vorstandsdirektor betont, dass man auch zukünftig als erfolgreiche Sparkasse den Kund:innen der Region hochwertige Bankdienstleistungen anbieten möchte. „Unsere Vision ist, dass alle in unserer Region sofort an die Sparkasse Bregenz denken, wenn es um finanzielle Angelegenheiten geht. Die Regionalität und die Kundennähe sind das, was uns ausmacht.“

VON SPARVEREIN BIS NETBANKING

BEREITS IN DER GRÜNDUNGSURKUNDE DER SPARKASSE BREGENZ WURDE DER LEITGEDANKE ALLER SPARKASSEN FESTGEHALTEN – UND ER GILT BIS HEUTE: UNABHÄNGIG VON ALTER, GESCHLECHT, HERKUNFT UND STATUS SOLL ALLEN KUND:INNEN FINANZIELLE UNABHÄNGIGKEIT ERMÖGLICHT WERDEN. „KEIN ALTER, KEIN GESCHLECHT, KEIN STAND, KEINE NATION IST VON DEN VORTEILEN AUSGESCHLOSSEN, WELCHE DIE SPAR-CASSE JEDEM SPARER ANBIETET“, SO DER EXAKTE WORTLAUT.

Die letzten 200 Jahre der Sparkasse Bregenz sind von zahlreichen Meilensteinen geprägt:

  • Am 1. Mai 1822 wird im Rathaus Bregenz der Betrieb aufgenommen.
  • 1848 wird die Sparkasse von einem privaten Verein in eine Gemeindesparkasse umgewandelt.
  • Ab 1913 ist Sparkasse ein selbstständig organisiertes Institut.
  • Im Jahr 1940 wird das neue Sparkassengebäude bezogen.
  • 1983 wird der erste Bankomat in der Filiale Rieden-Vorkloster in Betrieb genommen.
  • 2015 wird George, der innovative Netbanking-Nachfolger eingeführt.

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