Sparkassen Zeitung

Economy

Mehr Frauen in Führungspositionen

Ausgabe #2 Mai/2021 • RESILIENZ
Kai Schubert

Die Welt, in der wir heute agieren, ist bunt, schnell und wenig vorhersehbar. Um dieser Komplexität zu begegnen und die richtigen Antworten für unsere MitarbeiterInnen und KundInnen gleichermaßen zu finden, braucht es vor allem eines: die besten Köpfe, die möglichst unterschiedliche Perspektiven vereinen. Und es braucht ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen innerhalb der österreichischen Sparkassengruppe.

„Zwar sind bereits 55 Prozent unserer Mitarbeitenden Frauen, aber unser Ziel ist es, in Zukunft den Anteil in Führungspositionen deutlich zu erhöhen“, verkündet Franz Portisch, Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes. „Wir haben uns mit der aktuellen Arbeitsrealität ausgiebig auseinandergesetzt und haben eine Initiative gestartet, um den Anteil weiblicher Führungskräfte sukzessive zu erhöhen und die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen sowie Maßnahmen zu setzen, um als Gruppe, aber auch als einzelne Sparkasse ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen zu sein und sie dazu zu ermutigen, bis an die Spitze der Karriereleiter zu gehen.“

MISSION STATEMENT FÜR MEHR DIVERSITÄT

Zur Untermauerung dieses Bekenntnisses wurde in der letzten Vorstandssitzung des Sparkassenverbandes das Mission Statement „Gender Diversity“ einstimmig beschlossen und dieser Initiative zugrunde gelegt. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Beschlusses stellt die Erhöhung des Frauenanteils in Führungsfunktionen um zehn Prozentpunkte innerhalb der nächsten fünf Jahre dar. Langfristiges Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter in allen Führungsebenen. Dieses Vorhaben wird von einer Arbeitsgruppe mit VertreterInnen aus Sparkassenverband, Erste Bank und Sparkassen begleitet. Darüber hinaus wird an weiteren Ideen, Vorschlägen und Maßnahmenpaketen zur Erreichung der definierten Ziele gearbeitet.

NACHHALTIGE KARRIERECHANCEN FÜR ALLE GESCHLECHTER

Auch der neue Sparkassen-Kollektivvertrag Bildung setzt ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung und trägt dem Thema Mitarbeiterausbildung angesichts der neuen Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung Rechnung. Aus dem KV lässt sich ein klares Versprechen für Chancengleichheit, Diversität, Zugänglichkeit zu Bildung und Zukunftsfitness ableiten. Gleichzeitig wird aus einem sehr eng gefassten Bildungs-KV der Vergangenheit ein zukunftsweisendes Bekenntnis zur Qualifizierung, welches die Verantwortungen aller Beteiligten in Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildung beschreibt. Besonderes Augenmerk liegt darauf, Frauen zur Teilnahme an allen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen aktiv zu ermutigen, ganz egal, in welchem Umfang sie in der Sparkasse beschäftigt sind, und sie für die Übernahme einer Führungsposition optimal vorzubereiten.

Seit ihrer Gründung vor über 200 Jahren stehen die österreichischen Sparkassen allen Menschen offen – ihre Türen waren noch nie geschlossen. Und auch im Gründungsauftrag ist festgehalten, „allen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Hintergrund oder geografischer Herkunft den Zugang zu Wohlstand zu ermöglichen“. Genauso aufgeschlossen möchte sich die österreichische Sparkassengruppe jungen Nachwuchstalenten präsentieren und eine nachhaltige Karrierechance für alle Geschlechter ermöglichen.

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Was zählt, sind die Menschen